Logistikwissen

Die grossen Auswirkungen des E-Commerce auf Logistikflächen

Die Auswirkungen des E-Commerce auf Logistikflächen

E-Commerce SG Spedition Der Markt verändert sich und verlagert sich vom Einzelhandel immer stärker in Richtung E-Commerce. Das ist auch bei den benötigten Flächen zur Lagerung zu spüren. Studien sagen eine Verdoppelung der Nachfrage an Logistikflächen bis 2025 voraus. Die Nachfrage an Einzelhandelsflächen schwächelt dabei weiterhin.

Die Ratingagentur Scope Ratings AG aus Berlin hat sich mit der Entwicklung der Logistik- und Einzelhandelsflächen beschäftigt. Aktuell liegt der Anteil an Einkäufen im Internet bei 9 Prozent. Den Analysen zufolge steigt dieser Anteil jedoch sehr stark um gut 10 Prozent im Jahr an. Bis zum Jahr 2025 wird von einem Anteil von mindestens 25 Prozent ausgegangen. Auf diese Entwicklung stellen Online-Händler sich ein und benötigen entsprechend mehr Flächen für die Produkte. Interessant ist dabei aber auch, dass der Einzelhandel vor Ort bis zum Jahr 2025 stagnieren wird. Ein Wachstum ist beim stationären Einzelhandel daher in den folgenden Jahren eher nicht zu erwarten.

Nachfrage nach Logistikflächen erhöht sich stark

Mit einem immer grösseren Anteil am Markt benötigen die Online-Händler auch entsprechende Lagerflächen für einen zeitnahen Versand. Denn die kurzen Lieferzeiten sind nur dann beim E-Commerce denkbar, wenn sich diese Flächen nicht zu weit ausserhalb befinden. Der starke Wachstum beim E-Commerce und der damit einhergehende Bedarf an passenden Logistikflächen ist mittlerweile aber ganz klar zu erkennen. Der Einzelhandel kann im Vergleich dazu seinen Marktanteil nicht mehr ausbauen.

E-Commerce im Wachstum und die Folgen

Doch E-Commerce wächst nicht nur immer stärker, die Anforderungen verändern sich dabei auch. Denn die Anbieter stehen im Zwang, die Waren immer schneller auszuliefern. Kurze Lieferzeiten und ein schneller Erhalt der Online bestellten Waren sind für den zunehmenden Erfolg nötig. Dafür brauchen die Online-Händler aber auch Immobilien, die sich in relativer Nähe zur Innenstadt befinden. Problematisch ist dabei in vielen Fällen, dass ein Online-Händler rund dreimal so viel Fläche benötigt wie der klassische Einzelhändler. Viele Online-Händler kaufen oder bauen sich ihre Logistikimmobilien selbst. Dabei ist aber darauf zu achten, dass diese Immobilien auch in Zukunft noch den Ansprüchen genügen und nicht plötzlich zu klein sind. Diese Auswirkungen sind zu beachten, da es sonst um einen regelrechten Kampf um zentrumsnahe Immobilien kommen kann.

Darüber hinaus ist der zunehmende Wettbewerb im Bereich E-Commerce nicht zu unterschätzen. Denn die Dynamik wird grösser werden und damit ist auch nicht auszuschliessen, dass aktuell sehr erfolgreiche Online-Händler von anderen Konkurrenten in den kommenden Jahren verdrängt werden.

Sehr Starke Nachfrage für Logistikimmobilien in Deutschland

Die Entwicklung der Logistikimmobilien in Deutschland

Blockchain SG Spedition Bei einer Logistikimmobilie handelt es sich um eine Immobilie zur Lagerhaltung, Kommissionierung und Distribution von Waren. Also benötigen Online-Händler Logistikimmobilien. Durch die Zunahme der Bedeutung vom E-Commerce ist die Nachfrage für Logistikimmobilien in Deutschland ebenfalls sehr stark. Vor allem in den Grossstädten wie Frankfurt am Main, München und Düsseldorf steigen die Kosten pro Quadratmeter.

Vollständige Statistiken zum Jahr 2016 zeigen deutlich den Trend in Deutschland und die Regionen, in denen Logistikimmobilien immer stärker nachfragt werden. Vor allem in deutschen Grossstädten werden neue Spitzenmieten erreicht. Das gilt allgemein nicht nur für Logistikimmobilien, sondern auch ganz allgemein für den Wohnraum. Die Statistiken zeigen darüber hinaus auch das Potenzial, welches die wachsende Nachfrage nach den speziellen Immobilien bietet.

Kosten für Logistikimmobilien steigen weiter an

Insgesamt betrug der Umsatz für Lager- und Logistikflächen in Deutschland im Jahr 2016 rund 6,85 Millionen Quadratmeter. Das Volumen für Investitionen betrug in diesem Jahr bereits 4,44 Milliarden Euro. Schliesslich werden die Immobilien nicht nur gemietet, sondern von grösseren Unternehmen auch mit Vorliebe direkt gekauft. Nicht nur die Kosten für die speziellen Immobilien steigen damit immer weiter an – auch die Nachfrage und der damit zu erzielende Umsatz werden grösser. Im Jahr 2016 lagen die Mieten in den deutschen Grossstädten bei rund 4 bis 7 Euro pro Quadratmeter für die Logistikimmobilien. Die Kaufpreise betrugen bis zu 375 Euro pro Quadratmeter, sodass von höheren Kosten die Rede sein kann. Die höchsten Mieten für die Immobilien sind in München und Frankfurt am Main zu finden. In diesen beiden Städten kommt es Unternehmen somit besonders teuer zu stehen, wenn eine Immobilie vorhanden sein muss.

Zunahme der Nachfrage in deutschen Grossstädten

Insgesamt steigt die Nachfrage in den grossen Städten in Deutschland an passenden Logistikimmobilien immer weiter an. Neben Frankfurt am Main und München hat die Nachfrage im Jahr 2016 auch in Berlin, Hamburg und Düsseldorf stark zugenommen. Eine Tendenz in diese Richtung mit einer weiteren Zunahme der Nachfrage und immer höheren Preisen zeichnet sich klar ab. Dabei benötigen Industrie- und Produktionsunternehmen genau wie Handelsunternehmen und Logistikdienstleister immer mehr Platz für ihre Waren. Mit einem Ende dieser Entwicklungen ist nach den Statistiken somit nicht so schnell zu rechnen.

Eine Transparente Supply Chain ist durch Blockchain möglich

Transparente Supply Chain durch Blockchain

Blockchain SG Spedition Weltweite Lieferketten bei grossen Konzernen sind sehr komplex und oft auch undurchsichtig. Mehr Transparenz sorgt dann dafür, dass die Sicherheit ebenfalls besser ist. Diese grössere Transparenz ist durch eine aktuelle und gerade in Deutschland noch fast nicht genutzte Technologie möglich: Blockchain. Im Bereich Blockchain gehören Unternehmen wie Audi oder der Container-Gigant Maersk zu den Vorreitern.

Blockchain stellt eine Möglichkeit dar, Lieferketten deutlich sicherer zu gestalten oder vielleicht überhaupt erst zu ermöglichen. Denn ohne diese Transparenz bei den Daten kommen viele Geschäfte mit anderen Ländern oft erst gar nicht zustande. Eine digitale-Plattform auf Basis von Blockchain bietet die Möglichkeit, dass Hersteller, Transportunternehmen, Reedereien, Zollbehörden und Verbraucher den Weg der Waren auch international nachverfolgen können. Diese Transparenz der gesamten Lieferkette ist nur durch Blockchain möglich und wird aktuell noch kaum genutzt. Eine solche Plattform hat der Container-Gigant Maersk zusammen mit IBM aber begonnen. Die genauen Möglichkeiten sind grösstenteils noch gar nicht ausgeschöpft, sodass die Technologie von Blockchain für die Logistik ein grosses Potenzial bietet.

Definition einer Blockchain

Es handelt sich bei einer Blockchain oder zu deutsch „Blockkette“ um eine Liste von Datensätzen, die stetig erweitert wird. Die einzelnen Datensätze sind durch kryptographische Verfahren miteinander verkettet. Jeder einzelne Block enthält Transaktionsdaten genau wie einen Zeitstempel. Es geht darum, dass eine spätere Aktion auf früheren Aktionen aufbaut. Damit ist die Blockchain zum Beispiel für Buchführungssysteme nützlich, die dezentral und von mehreren Nutzern genutzt werden. Gleiches gilt für alle weiteren Systeme, die aufeinander aufbauende Daten nutzt und die Transparenter zu gestalten sind. Eine der allerersten Anwendungen von Blockchain war übrigens Bitcoin, die bekannt gewordene Kryptowährung.

Mehr Transparenz bei Supply Chain dank Blockchain

Eine Transparente Supply Chain bietet viele Vorteile und sorgt dafür, dass die Zeiten der Logistik genau wie der Kundenservice verbessert werden. Zumindest ist das bei einer konsequenten Umsetzung der Fall. Darüber hinaus ist es möglich die Zollabfertigung zu verbessern, wodurch wiederum die Lieferzeiten geringer ausfallen und weniger Verzögerungen auftreten. Blockchain wird von den Unternehmen daher als eine bedeutsame Technologie der Zukunft angesehen. Diese ist allerdings aktuell noch recht kostspielig von der Integration her und somit nicht ganz leicht umzusetzen. Es bleibt daher noch abzuwarten, wie sich die Vorreiter der Blockchain-Technologie weiter behaupten und wie stark die Einführung die Prozesse in den Konzernen verbessert.

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